4
Noob(master69)Rang 5 — VeteranVeteran

260 Beiträge191 Upvotes

Erfahrungsberichte Sicherheit

„Fressattacken“ bei Reta!?

104 Aufrufe(bearbeitet)

Moin,

normale Fressattacken bin ich schon gewöhnt, wenn ich lange mal diätet habe und ein hohes Kaloriendefizit gefahren bin, dass ich Abends mal komplett mit dem Essen eskaliert bin.

Auf Reta hatte ich das eher ganz selten und auch nur am 5-6 Tag nach der Dosis, wo die Wirkung spürbar nachlässt.

Daher pinne ich immer Montags und Donnerstags.

Folgendes, Montag gepinnt, ganzen Tag Magenknurren, so ein ähnliches Gefühl von Hunger, aber alles noch kontrollierbar, aber alles nicht so leicht und locker wie sonst.

Dienstag war dann ganz schlimm, gefühlt immer „hunger“ , ganz viel Appetit und gefühlt wurde ich nie satt. So das ich Abends dann ordentlich zugeschlagen habe, Schokolade, Chips und Popcorn 😆

Und heute, das genaue Gegenteil? Kein Hunger, kein Appetit, mein Abendbrot 1/8 geschafft.

Gibt es einen Biochemiker ( Hans!?) der mir das logisch erklären kann!? 😅

Ich für meinen Teil, kann mir das nur so erklären, dass mein Körper „ausgehungert„ war und sich daher so die Kalorien besorgt hat. Allerdings bin ich momentan auf Erhaltungskalorien.

Bewerten
4

Antwort schreiben

Melde dich an, um mitzuschreiben.Einloggen
4 Kommentare
ledursRang 4 — KuratorKurator

Servus, mir ging es exakt genauso wie dir. Ich hatte exakt dieselben Hungerattacken aber immer morgens, wie du sie beschreibst. Bei mir war das teilweise so extrem, dass ich Magenkrämpfe vor Hunger hatte, die richtig wehgetan haben das kann man sich gar nicht vorstellen, wenn man es nicht selbst erlebt hat. Ich habe da lange beobachtet und für mich den klaren Auslöser gefunden: Diese heftigen Attacken treten bei mir nur dann auf, wenn ich zuvor Kohlenhydrate gegessen habe.

Der Grund dafür ist biochemisch ziemlich klar: Wenn man abends Carbs (Süßigkeiten, Chips etc.) isst, schießt der Blutzucker hoch. Reta verstärkt die Ausschüttung von Insulin über die GIP/GLP-1-Rezeptoren massiv. Das Insulin drückt den Blutzucker danach extrem schnell in den Keller. Das Gehirn registriert diesen rapiden Abfall über Nacht als absoluten Notfall und schlägt morgens mit diesem unbändigen, schmerzhaften Hunger Alarm. Dass am Tag danach gar nichts mehr reingeht, liegt schlicht daran, dass das Essen vom Vorabend durch den Reta Effekt noch super langsam im Magen feststeckt und der Darm noch rappelvoll ist.

Seitdem ich abends auf schnelle Kohlenhydrate verzichtet habe und stattdessen auf Protein und gesunde Fette setze, schläft mein Blutzucker stabil durch und diese qualvollen Hungerattacken am Morgen sind bei mir komplett Geschichte. Teste das mal für dich aus.

4
Noob(master69)OPRang 5 — VeteranVeteran1(bearbeitet)

Danke für deine Erfahrung.

Das wird schwierig, ich liebe Carbs. 🥲

Tatsächlich esse ich Abends eine große Mahlzeit. Den restlichen Tag zwei Shakes und eine kleine Mahlzeit.

1
cengoRang 6 — GründerGründer3

Moin,

ich könnte mir vorstellen, dass hier mehrere Faktoren zusammenspielen.

Nach einer längeren Diät können die Hunger- und Sättigungshormone wie Ghrelin und Leptin noch eine ganze Weile verändert sein, selbst wenn man mittlerweile auf Erhaltungskalorien ist.

Dazu kommt, dass die appetithemmende Wirkung von Reta subjektiv durchaus schwanken kann.

Dass du am nächsten Tag plötzlich kaum Hunger hattest, könnte auch an der größeren Nahrungsaufnahme am Vorabend liegen. Gerade fettige Mahlzeiten können in Kombination mit der GLP-1-Wirkung die Magenentleerung verzögern und dadurch länger sättigen.

Ich vermute deshalb eher ein Zusammenspiel aus hormoneller Hungerregulation, verzögerter Magenentleerung und schwankender Appetithemmung.

Wäre zumindest meine Erklärung dafür.

1
Noob(master69)OPRang 5 — VeteranVeteran1

Cengo at best 🙏

1