Kurze Einordnung aus QC-Sicht: Ob es beim Spritzen brennt oder nicht, sagt leider so gut wie nichts über Reinheit oder Gehalt aus.
Das Brennen hängt in erster Linie von der Formulierung ab, nicht vom Wirkstoff:
- pH-Wert der fertigen Lösung (Lyophilisate liegen je nach Herstellung und Charge gerne mal im sauren Bereich)
- Säurereste aus der Festphasensynthese (Acetat- oder TFA-Salze sind normal und können brennen)
- Konzentration, Injektionsvolumen und Einstichstelle (Bauchfett und Glut reagieren oft unterschiedlich)
Deswegen: kein Brennen ist kein Zeichen für fehlenden Wirkstoff, und starkes Brennen ist kein Beweis für besonders „echtes" Peptid. Beides sind keine Qualitätsindikatoren.
Was wirklich zählt, ist die Analytik: Nur HPLC (+ idealerweise MS) gibt Auskunft über Reinheit und tatsächlichen Gehalt. Auf Hausmittel-„Tests" mit Essig oder ähnlichem würde ich nichts geben – für Peptide sind die schlicht nicht validiert und sagen nichts aus.
Wenn du skeptisch bist, ist der sauberste Weg eine unabhängige Laboranalyse statt Gefühl plus Forenmeinungen.