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Sicherheit & Grundlagen Sicherheit

Kronen Peptide wurde abgemahnt VORSICHT, geht lieber auf Nummer sicher!

von hansRang 4 — KuratorKuratorvor 4 Tagen116 Aufrufe(bearbeitet)

Hallo zusammen,

durch den Beitrag "Eli Lilly erhöht den Druck auf den Peptid-Markt wie geht es jetzt weiter?" von Cengo (Danke dafür) bin ich auf ein wichtiges Thema aufmerksam gemacht worden.

Einer der besagten Abmahnungen hat unter anderem Kronen Peptide erhalten. Diese Abmahnung haben sie in Form eines Screenshots am 12.08 im Dis cord hochgeladen (zum jetzigen Zeitpunkt ist der auch noch drin). Dort kündigen sie an Reta zukünftig in GLP3 umzubennen.

Nun aber zum eigentlichen Drama. Die Abmahnung/Meldung kam über Cloudflare rein. Titel des Ganzen: "Unauthorised Drug Sales".

Um die Sache mal technisch und rechtlich einzuordnen: Wenn so eine Meldung über Cloudflare reinkommt, heißt das nicht automatisch, dass direkt die Polizei oder eine Behörde vor der Tür steht. Es zeigt aber ganz klar, dass Big Pharma (in dem Fall Eli Lilly bzw. deren spezialisierte Brand-Protection-Kanzleien wie Corsearch oder Incopro) den Vendor offiziell auf dem Schirm hat.

Was bedeutet diese Cloudflare „Abuse Notice“ konkret?

Cloudflare agiert hier im ersten Schritt primär als Bote. Big Pharma nutzt automatisierte Scraper und Kanzleien, die das Netz nach Markenrechtsverletzungen und unautorisiertem Wirkstoffverkauf durchsuchen. Der Begriff "Unauthorised Drug Sales" ist schlicht die Standard-Kategorie in den Cloudflare Terms of Service (TOS) für den Verkauf von rezeptpflichtigen oder nicht zugelassenen Stoffen. Cloudflare leitet diese Mail 1:1 an den Account-Inhaber und den dahinterliegenden Host-Provider weiter.

Sind die Betreiber dadurch angreifbar?

Ja, definitiv – vor allem infrastrukturell:

  1. Gefahr der Server-Exposition (Origin-IP): Wenn Cloudflare den Dienst für die Domain wegen TOS-Verstoßes kündigt, fällt der Schutzschirm weg. Ist der Origin-Server nicht absolut wasserdicht konfiguriert, wird die echte IP-Adresse des Webservers sichtbar. Darüber lässt sich sofort das Rechenzentrum/Hosting-Unternehmen ermitteln.
  2. Auskunftspflicht: Cloudflare sitzt in den USA. Bei entsprechenden gerichtlichen Anordnungen oder Subpoenas durch Anwaltskanzleien muss Cloudflare Daten wie die Origin-IP, Zahlungsinformationen des Accounts und Server-Logs herausgeben.
  3. Druck auf den Hoster: Geht die Abmahnung direkt an das Rechenzentrum/den Server-Hoster, ziehen diese meist sehr schnell den Stecker und kündigen den Serververtrag, um sich selbst abzusichern.

Warum die Umbenennung (Retatrutide\GLP3)?

Das Rebranding ist das typische Katz-und-Maus-Spiel. Die Anwalts-Kanzleien lassen Bots nach geschützten Begriffen (Retatrutide, Mounjaro etc.) crawlen. Fällt das Reizwort auf der Website weg, greifen die automatisierten Bots erst einmal ins Leere. Rechtlich schützt das den Betreiber bei tiefergehenden Prüfungen natürlich kaum, aber es verschafft Zeit gegen die automatisierten Massen-Abmahnungen.

Fazit: Kein direkter Behörden-Raid, aber der klare Beweis, dass das Visier eingestellt ist. Die Infrastruktur (CDN und Hoster) von Kronen steht ab jetzt massiv unter Beobachtung.

Meine Persönliche Empfehlung, lasst euren Kundenaccount löschen. Sicher ist sicher.

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7 Kommentare
FUfurkanRang 3 — StammgastStammgastvor 4 Tagen

Kundenkonto von allen EU Sellern löschen? Was kann auf den Endverbraucher zu kommen man ist ja quasi "nur" Käufer.

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HAhansOPRang 4 — KuratorKuratorvor 4 Tagen

Man sollte sich nicht verrückt machen aber sicher ist sicher ist meine Herangehensweise, hier mal eine kleine Einordnung dazu:

Wenn ein Shop hochgenommen wird und die Kundenliste beim Zoll/LKA landet, sieht das in der Praxis so aus:

Das Gesetz: Peptide fallen je nach Substanz unters AntiDopingG oder das AMG. Der Hinweis „Research Only / Not for human consumption“ schützt dich vor Gericht null.

Die Menge zählt (DmMV):

Unter der „nicht geringen Menge“: Oft Einstellung des Verfahrens oder ein blaues Auge (Ordnungswidrigkeit/kleine Geldstrafe).

Über der Schwelle: Straftat! Hier drohen Geldstrafen oder theoretisch bis zu 3 Jahre Haft (§ 4 AntiDopG) – besonders wenn der Verdacht auf Weitergabe/Handel im Raum steht.

Was passiert konkret? Meistens flattert Wochen/Monate später eine Vorladung als Beschuldigter rein. Bei größeren Mengen oder Verdacht auf Handel ist im schlechtesten Fall auch eine Hausdurchsuchung drin.

Das Einzige, was du wissen musst, falls Post kommt:

Mund halten! Keine Aussage bei der Polizei machen (musst du als Beschuldigter auch nicht).

Ab zum Anwalt für Strafrecht, Akteneinsicht fordern lassen. Ein Rechnungs-Eintrag in einer Datenbank alleine reicht für eine Verurteilung oft nicht aus.

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LUluiRang 3 — StammgastStammgastvor 4 Tagen

Wie kann ich mein Konto löschen ? Hab zwar noch nie bestellt aber eins eingelegt vor 2 Wochen . Kann mich nur abmelden muss mal ne Mail machen

Danke Bro für den super Text und die Warnung

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HAhansOPRang 4 — KuratorKuratorvor 4 Tagen

Gerne, denke den Support anschreiben reicht.

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LUluiRang 3 — StammgastStammgastvor 4 Tagen

Danke dir 🤗

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FLflash4gordonRang 3 — StammgastStammgastvor 4 Tagen

Ich beobachte hier diesen Thread und finde die Infos hier Mega spannend, auch wenn ich selbst leider nichts zu beitragen kann. Danke an für den informativen Input von euch 🙏

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RErealyamamotoRang 3 — StammgastStammgastvor 5 Std.

🤡

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