7
philleichtRang 5 — VeteranVeteran

204 Beiträge379 Upvotes

Erfahrungsberichte Sicherheit

3 WOCHEN HGH – DAS HAT SICH BEI MIR BEREITS VERÄNDERT

284 Aufrufe(bearbeitet)

Mehr Recovery, tieferer Schlaf und eine prallere Muskulatur – mein erster persönlicher Zwischenstand mit Wachstumshormon

Heute gibt es wieder einen Erfahrungsbericht.

Diesmal geht es um einen Stoff, den ich schon länger extrem interessant finde:

HGH – Human Growth Hormone beziehungsweise Somatropin.

Ich bin jetzt seit knapp drei Wochen dabei. Das ist definitiv noch zu früh, um ein endgültiges Fazit zu ziehen.

Aber einige Veränderungen merke ich bereits so deutlich, dass ich einen ersten Zwischenstand geben möchte.

Und vorweg:

Das hier ist meine persönliche Erfahrung – kein Einnahmeplan und keine Empfehlung.

Warum überhaupt HGH?

Ich hatte vier Hauptgründe:

Muskelaufbau, bessere Regeneration, Hautverbesserung und hartnäckiges Bauchfett.

Gerade nachdem ich durch meine Gewichtsabnahme deutlich leichter geworden bin, verändert sich mein Ziel zunehmend.

Es geht nicht mehr nur darum, möglichst viele Kilos zu verlieren.

Ich möchte meinen Körper jetzt wirklich aufbauen und formen.

Mehr Muskulatur. Weniger Fett. Bessere Recovery. Vernünftiges Training.

Und genau deshalb fand ich HGH interessant.

Mein bisheriger Verlauf

Ich bin mit insgesamt 2 IU täglich gestartet:

1 IU morgens + 1 IU abends.

Mittlerweile bin ich persönlich bei insgesamt 4 IU täglich:

2 IU morgens + 2 IU abends vor dem Schlafen.

Das sind ausdrücklich meine persönlichen Mengen und keine Empfehlung zum Nachmachen.

Gerade bei HGH gilt nicht:

Mehr = besser.

Mit zunehmender Exposition können auch Nebenwirkungen relevanter werden.

Nach ungefähr einer Woche wurde es interessant

Was ich als Erstes bemerkt habe, war nicht plötzlich mehr Muskelmasse.

Es war meine Recovery.

Nach ungefähr einer Woche hatte ich das Gefühl, mich nach dem Training schneller zu erholen.

Und mittlerweile merke ich das auch während des Trainings.

Ich brauche gefühlt weniger Pause zwischen meinen Sätzen.

Dazu kommt ein leichter Kraftanstieg.

Nach drei Wochen würde ich allerdings noch nicht behaupten:

„HGH hat massiv Muskeln aufgebaut.“

Dafür ist der Zeitraum viel zu kurz.

Sichtbare Veränderungen der Körperzusammensetzung brauchen Zeit, und genau deshalb interessiert mich viel mehr, wie das Ganze nach mehreren Monaten aussieht.

Mein Schlaf ist besser geworden

Das ist momentan einer meiner Lieblingseffekte.

Ich empfinde meinen Schlaf als:

tiefer und erholsamer.

Ich wache gefühlt regenerierter auf.

Natürlich ist Schlaf subjektiv und ohne entsprechende Messungen kann ich daraus keine wissenschaftliche Aussage machen.

Aber für mich persönlich ist die Veränderung bemerkbar.

Und gerade wenn man regelmäßig hart trainiert, ist bessere Erholung für mich mindestens genauso interessant wie irgendeine Zahl auf der Waage.

Im Spiegel passiert ebenfalls etwas

Auch hier möchte ich vorsichtig bleiben.

Nach drei Wochen kann niemand seriös behaupten, eine komplette Transformation durch HGH erlebt zu haben.

Trotzdem habe ich im Spiegel momentan das Gefühl:

Ich sehe etwas leaner aus.

Meine Muskulatur wirkt gleichzeitig praller.

Und ich habe das Gefühl, dass nebenbei etwas Fett verschwindet.

Das passt zumindest grundsätzlich zur bekannten Physiologie von Wachstumshormon: GH kann die Lipolyse erhöhen und die Körperzusammensetzung beeinflussen.

Aber bei mir gibt es einen entscheidenden Haken:

Ich nehme nicht nur HGH

Parallel laufen aktuell noch:

Retatrutide, MOTS-c und GHK-Cu.

Dazu kommen konsequentes Krafttraining, ausreichend Protein und eine Ernährung, die aktuell wirklich sitzt.

Deshalb wäre es komplett unseriös zu behaupten:

„Das Bauchfett kommt gerade nur wegen HGH runter.“

Gerade Retatrutide ist bei mir ohnehin ein massiver Faktor für Gewichts- und Fettverlust.

Das Gleiche gilt für die prallere Muskulatur. Training, Ernährung, Glykogen, Wasserhaushalt und HGH können dabei alle eine Rolle spielen.

Ich kann euch deshalb nur beschreiben, was ich wahrnehme, nicht jedem einzelnen Stoff einen exakten Anteil daran zuschreiben.

Nebenwirkungen hatte ich ebenfalls

Und die gehören genauso in diesen Bericht.

Ich hatte definitiv Wassereinlagerungen.

Außerdem hatte ich an ein oder zwei Tagen leichte Karpaltunnel-artige Beschwerden beziehungsweise entsprechende Symptome an den Händen.

Meine Gelenke haben zeitweise auch etwas häufiger geknackt.

Mittlerweile hat das bei mir allerdings deutlich nachgelassen beziehungsweise tritt aktuell teilweise gar nicht mehr auf.

Trotzdem nehme ich diese Symptome ernst.

Wassereinlagerungen sowie Kribbeln beziehungsweise Karpaltunnel-Symptome gehören zu den bekannten unerwünschten Wirkungen einer GH-Therapie.

Und genau deshalb sollte HGH meiner Meinung nach niemals als harmloses „Anti-Aging-Peptid“ verkauft werden.

Was sagt die Wissenschaft zu Fett und Muskulatur?

Hier finde ich HGH besonders interessant.

Wachstumshormon erhöht unter anderem IGF-1, beeinflusst Protein- und Fettstoffwechsel und besitzt ausgeprägte lipolytische Effekte.

Das bedeutet aber nicht automatisch:

HGH = massiver Muskelaufbau.

Gerade bei gesunden Erwachsenen ist die Geschichte komplizierter.

Die systematische Auswertung Liu et al. (2008), „Systematic Review: The Safety and Efficacy of Growth Hormone in the Healthy Elderly“ zeigte beispielsweise Veränderungen der Körperzusammensetzung, gleichzeitig aber auch eine erhöhte Rate bestimmter Nebenwirkungen.

Mehr Lean Mass ist außerdem nicht automatisch gleichbedeutend mit derselben Menge neuer funktioneller Muskelmasse – auch Veränderungen des Körperwassers spielen eine Rolle.

Genau deshalb interessiert mich mein Verlauf über mehrere Monate wesentlich mehr als ein Drei-Wochen-Vorher-Nachher.

Was ich als Nächstes messen möchte

Kommenden Monat geht es für mich ins Labor.

Das finde ich bei HGH besonders wichtig.

Interessant sind für mich insbesondere IGF-1 und der Glukosestoffwechsel.

Denn Wachstumshormon kann zwar Fettstoffwechsel und Körperzusammensetzung beeinflussen, gleichzeitig aber auch die Insulinsensitivität verschlechtern.

Nur weil man sich gut fühlt und im Spiegel besser aussieht, bedeutet das nicht automatisch, dass intern jeder Marker perfekt aussieht.

Genau deshalb möchte ich subjektive Erfahrung und objektive Werte miteinander vergleichen.

Das größte Problem bisher?

Tatsächlich nicht die Wirkung.

Ich bin bisher weder enttäuscht noch großartig negativ überrascht worden.

Was mir allerdings auffällt:

Es wird zunehmend schwieriger, überhaupt verlässlich an pharmazeutisch einwandfreies HGH zu kommen.

Und gerade bei einem injizierbaren biologischen Arzneimittel finde ich Qualität wichtiger als irgendeinen vermeintlichen Schnäppchenpreis.

Ein Etikett mit „Somatropin“ sagt schließlich noch nichts über tatsächlichen Wirkstoffgehalt, Lagerung oder Qualität aus.

Mein Fazit nach knapp drei Wochen

Für ein endgültiges HGH-Fazit ist es viel zu früh.

Aber mein erster Eindruck ist positiv.

Was ich bisher persönlich wahrnehme:

bessere Recovery, tieferen Schlaf, etwas mehr Kraft, kürzere benötigte Satzpausen und eine prallere Muskulatur.

Im Spiegel fühle ich mich außerdem etwas leaner.

Auf der anderen Seite hatte ich Wassereinlagerungen und kurzfristig leichte Karpaltunnel-artige Beschwerden.

Deshalb werde ich HGH trotz meiner bisherigen Begeisterung nicht verharmlosen.

Mein eigentlich interessantes Fazit kommt sowieso erst später.

Ich möchte sehen, was nach vier bis sechs Monaten passiert – beim Training, im Spiegel und vor allem bei meinen Laborwerten.

Dann können wir vergleichen:

Was habe ich nach drei Wochen geglaubt zu merken – und was lässt sich Monate später tatsächlich sehen und messen?

Bis dahin lautet mein Zwischenfazit:

HGH hat mich nach drei Wochen vor allem bei Recovery und Schlaf überzeugt. Für große Aussagen über Muskelaufbau und Fettverlust ist es aber noch viel zu früh.

Das nächste Update wird deshalb deutlich interessanter.

Dieser Text beschreibt ausschließlich meine persönliche Erfahrung und stellt keine Dosierungs- oder Anwendungsempfehlung dar. Wachstumshormon ist ein verschreibungspflichtiger Wirkstoff mit relevanten Risiken; insbesondere Glukosestoffwechsel, Flüssigkeitseinlagerungen und neurologische Beschwerden sollten nicht verharmlost werden.

Bewerten
7

Antwort schreiben

Melde dich an, um mitzuschreiben.Einloggen
17 Kommentare
cr-alRang 4 — KuratorKurator

Danke für die detaillierte Aufzählung deiner Erfahrung mit HgH. Ich war lange am überlegen, hatte aber etwas Bedenken wegen den ganzen Nebenwirkungen die es mit sich bringt.

0
philleichtOPRang 5 — VeteranVeteran2

Man sollte das ganze auf jeden Fall gut im Blick haben und auch ein Auge und ein Ohr auf sein Körper haben. Sich im Labor einmal abchecken zu lassen kann hier auch nicht schaden

1
cr-alRang 4 — KuratorKurator

Da stimme ich dir zu. Habe heute erst Blut abgegeben, danach eventuell probieren ich HGH aus. 👍🏻

0
hansRang 5 — VeteranVeteran5

Danke für den Input. HGH hab ich auch noch auf meiner "Will ich testen" Liste. Nach deinem Beitrag umso mehr!

0
philleichtOPRang 5 — VeteranVeteran2

Mit will ich testen wäre ich vorsichtig danach bist du rein logisch gesehen per Definition kein natty mehr Haha Für das Thema fettabbau und co ist das Thema mega gut Aber lass dir dort gern davor und alle 3 Monate danach einmal blut abnehmen um zu prüfen dass alles in Ordnung ist

1
hansRang 5 — VeteranVeteran5

Das Thema Natty ist mir egal, ich will Cyborg werden :D Danke für die Hinweise, bevor ich etwas nehme mache ich mir dazu sowieso einen umfassenden Plan etc.

0
dsadascsad223Rang 4 — KuratorKurator

ersetzten die 2iu nicht einfach nur die Eigenproduktion? Laut meines Wissensstands

0
philleichtOPRang 5 — VeteranVeteran2

Nicht ganz. 2 IU exogenes HGH ersetzen nicht einfach 1:1 die körpereigene Produktion.

Exogenes HGH unterdrückt über die GH/IGF-1-Rückkopplung die eigene pulsatile GH-Ausschüttung, gleichzeitig führt die zugeführte Menge zu einem anderen und länger anhaltenden GH-Profil als die natürliche Produktion. Wie stark die Eigenproduktion unterdrückt wird, ist individuell und von Dosis, Zeitpunkt und Dauer abhängig.

Kurz: 2 IU extern ≠ einfach nur 2 IU körpereigenes HGH ersetzt

1
partyauftekirdagrakiRang 3 — StammgastStammgast

Vielleicht habe ich es überlesen, bisheriger Input ist ja anscheinend nur Reta Mots und Ghk-Cu.

Daher kommt mir die Frage auf weshalb kein Stoff mit drinne ist? Zielsetzung ist ja auch mit der Muskelaufbau. Prinzipiell bekannt ist ja die typische Base für GH immer Test im Minimum wenn man den ganzen Looksmaxxer Scheiß beiseite lässt.

0
philleichtOPRang 5 — VeteranVeteran2

Bin ich bei dir Hab für mich persönlich im gym noch nicht mein Naturales Limit erreicht. Aus diesem Grund seh ich es noch nicht Testo in den Stack zu packen

0
kerkyra79Rang 4 — KuratorKurator

Ich habe seit geraumer Zeit in der Schulter eine Schleimbeutelentzündung und dadurch bedingt eine Bizepssehnenreizung. Die Cortisonspritzen beim Orthopäden bringen nur bedingt eine Besserung für ein paar Tage. Ich bin seit einer Woche bei BPC157+TB-500. Jetzt überlege ich das Ganze mit HGH zu unterstützen. Meint ihr das macht Sinn?

0
philleichtOPRang 5 — VeteranVeteran2

Wenn du männlich bist ist das grundlegend nichts falsches. Informiere dich aber bitte umfassend zum ganzen Thema HGH, das ganze ist nicht ganz ohne und sollte nicht einfach mal so eingenommen werden. Das Thema recovery ist zwar schon stark, würde aber bei deinen Themen eher beim Wolverine Stack bleiben.

1
kerkyra79Rang 4 — KuratorKurator

Hey. Nee, bin eine Frau. Ich habe mir eben hier auf Peptichat mal Einiges zum Thema HGH angeschaut. Naja und im Bericht von Hans hat er einen Erfahrungswert eines Nutzers eingefügt, der berichtet, dass es ihm bei seinem Sehnenproblem geholfen hat. Da war mein Gedanke, ob es vielleicht auch einen Versuch wert ist. Aber ja, die Nebenwirkungen sind nicht ohne, aber meine Schmerzen sind halt auch mit nem gewissen Leidensdruck verbunden. Ich bin überfragt.

0
philleichtOPRang 5 — VeteranVeteran2

HGH bei Frauen immer ne ziemlich gefährliche Sache. Ihr bekommt weitaus schneller Nebenwirkungen als Männer.

0
kerkyra79Rang 4 — KuratorKurator

Ok danke dir. Ich lese mich noch mal deeper rein in das Thema.

0
hansRang 5 — VeteranVeteran5

Ich muss an der Stelle mal eben mit diesem Mythos aufräumen:

Die Behauptung, dass Frauen bei HGH viel schneller Nebenwirkungen bekommen als Männer, liest man zwar gefühlt in jedem zweiten Forum, aber medizinisch ist das eigentlich genau andersrum. Frauen sind durch ihren Östrogenspiegel gegenüber HGH in der Leber sogar ein Stück weit resistent. Um denselben IGF-1-Anstieg zu bekommen wie ein Mann, brauchen Frauen rein physiologisch gesehen oft sogar eine höhere Dosis. Männer reagieren auf exogenes HGH viel empfindlicher und bekommen die typischen Nebenwirkungen wie das Karpaltunnelsyndrom, extreme Wassereinlagerungen, Gelenkschmerzen oder 'ne miese Insulinsensitivität.

Dass sich dieser Mythos in den Communitys trotzdem so extrem hält, hat ein paar einfache Gründe:

  • Falsche Dosen fürs Körpergewicht: Im Gym- und Foren-Kontext wird HGH oft nach starren "Männer-Schemata" dosiert. Wenn eine Frau mit deutlich weniger Körpergewicht und -oberfläche dieselbe IE-Anzahl nimmt wie ein 100-Kilo-Athlet, ist das für ihren Körper eine absolute Monsterdosis. Die Nebenwirkungen kommen dann nicht, weil sie eine Frau ist, sondern weil sie völlig überdosiert ist.
  • Verwechslung mit Steroiden: Bei anabolen Steroiden (Testo, Tren etc.) stimmt das mit den schnellen Nebenwirkungen bei Frauen ja absolut – Stichwort Virilisierung. Das ganze Bro-Science-Mantra "Frauen müssen bei Stoff extrem aufpassen" wird in Foren dann oft einfach undifferenziert auf alle Substanzen geworfen, also auch fälschlicherweise auf HGH.
  • Schnellere Optik bei Wasser: Der weibliche Körper reagiert bei einer Überdosierung extrem flott mit Wassereinlagerungen und leichten Schwellungen an den Gelenken. Das schlägt optisch und auf der Waage sofort durch, weshalb viele direkt denken "Ich vertrag das Zeug überhaupt nicht".

Klar, HGH auf eigene Faust ist für beide Geschlechter schädlich und gefährlich (Diabetes, Herz-Kreislauf, Organwachstum usw.). Aber die These, dass Frauen da pauschal empfindlicher reagieren als Männer, ist schlicht ein Foren-Mythos, der auf falschen Relationen beim Dosieren und Halbwissen aus der Steroid-Ecke basiert.

1
philleichtOPRang 5 — VeteranVeteran2

Lies dir dazu gern einmal den Artikel durch und Fälle selbst deine Entscheidung

[(https://peptichat.com/threads/cmt7nfejz002qm301py7kbbg7)

1