**Motivation ist gut – Disziplin bringt dich ans Ziel**
Motivation ist gut – Disziplin bringt dich ans Ziel
Die Waage bewegt sich nicht. Man ist demotiviert, obwohl man wenig isst, auf seine Ernährung achtet und eigentlich das Gefühl hat, alles richtig zu machen.
Genau an diesem Punkt fangen viele an zu zweifeln. Man fragt sich: Warum mache ich das überhaupt? Warum nehme ich nicht weiter ab? Muss ich noch weniger essen?
Und genau hier ist es wichtig, nicht aufzugeben.
Die Zahl auf der Waage ist nur ein einzelner Messwert und erzählt nicht die ganze Geschichte.
Es gibt viele Gründe, warum das Gewicht über Tage oder sogar Wochen stagnieren kann, obwohl man weiterhin Fortschritte macht:
Wassereinlagerungen Salz, mehr Kohlenhydrate, Stress, schlechter Schlaf oder hormonelle Schwankungen können dafür sorgen, dass der Körper vorübergehend mehr Wasser speichert. Ein Kilogramm mehr auf der Waage bedeutet nicht automatisch ein Kilogramm Fett.
Hartes Training Wer regelmäßig und intensiv im Gym trainiert, setzt bewusst Trainingsreize. Gerade nach schweren Einheiten können die beanspruchten Muskeln vorübergehend mehr Wasser einlagern. Gleichzeitig kann über längere Zeit Muskelmasse aufgebaut werden.
Fett runter, Muskulatur rauf Das ist einer der wichtigsten Punkte für alle, die Krafttraining machen. Es kann Phasen geben, in denen sich auf der Waage kaum etwas verändert, während sich der Körper sichtbar verändert. Der Bauch wird kleiner, die Schultern breiter, Arme und Beine bekommen mehr Form und Kleidung sitzt plötzlich anders. Deshalb: Nicht nur wiegen. Schaut in den Spiegel, macht Vergleichsbilder und messt euren Bauchumfang.
Verdauung und Magen-Darm-Inhalt Auch das, was sich gerade im Verdauungstrakt befindet, beeinflusst das Körpergewicht. Deshalb können einzelne Messungen stark schwanken.
Weniger Bewegung im Alltag Wenn wir weniger Kalorien essen und gleichzeitig hart trainieren, bewegen wir uns manchmal unbewusst weniger. Weniger Schritte, mehr sitzen, weniger spontane Bewegung. Dadurch kann der tatsächliche tägliche Energieverbrauch sinken.
Der Kalorienbedarf verändert sich Wer bereits deutlich Gewicht verloren hat, benötigt häufig weniger Energie als zu Beginn. Das Defizit, das am Anfang sehr gut funktioniert hat, kann mit der Zeit kleiner werden. Das bedeutet nicht, dass man sofort extrem mit den Kalorien heruntergehen sollte. Erst einmal ehrlich Ernährung, Portionsgrößen und Alltagsbewegung überprüfen.
Stress und Schlaf Regeneration gehört genauso zum Prozess wie Training und Ernährung. Dauerhafter Stress und zu wenig Schlaf können Hunger, Leistungsfähigkeit, Wassereinlagerungen und Alltagsbewegung beeinflussen.
Und dann gibt es noch einen ganz simplen Punkt:
Abnehmen verläuft nicht linear. Der Körper ist keine Maschine, bei der jeden Morgen exakt 200 Gramm weniger auf der Waage stehen müssen. Es kann eine Woche überhaupt nichts passieren und anschließend geht das Gewicht innerhalb weniger Tage deutlich nach unten.
Deshalb sollte man nicht jeden einzelnen Tag bewerten, sondern den Trend über mehrere Wochen beobachten.
Vor allem wenn ihr gleichzeitig hart trainiert, fragt euch nicht nur:
„Was zeigt die Waage?“
Fragt euch auch:
- Wie sitzt meine Kleidung?
- Wie hat sich mein Bauchumfang verändert?
- Wie sehe ich auf Vergleichsbildern aus?
- Werde ich im Training stärker?
- Wie ist meine Kondition?
- Wie fühle ich mich im Alltag?
Manchmal erzählt euch der Spiegel eine völlig andere Geschichte als die Waage. Und genau hier kommt Disziplin ins Spiel.
Motivation ist einfach, wenn jede Woche ein neues Tiefgewicht auf der Waage steht.
Disziplin bedeutet, auch dann weiterzumachen, wenn zwei Wochen scheinbar nichts passiert.
- Weiter vernünftig essen.
- Weiter trainieren.
- Weiter bewegen.
- Weiter schlafen und regenerieren.
- Weiter an sich arbeiten.
Nicht aus Frust hungern. Nicht jeden zweiten Tag den Plan ändern. Und vor allem nicht alles hinschmeißen, nur weil die Waage gerade nicht das anzeigt, was man sehen möchte.
Fortschritt ist nicht nur Gewichtsverlust. Fortschritt ist auch, wenn sich dein Körper verändert, deine Leistung steigt und du Gewohnheiten entwickelst, die du dauerhaft durchziehen kannst.
Ihr habt nicht monatelang oder jahrelang zugenommen, um euren Körper innerhalb weniger Wochen komplett zu verändern.
Gebt euch Zeit.
Motivation bringt euch zum Start. Disziplin bringt euch durch die Phasen, in denen die Motivation fehlt. Und genau diese Phasen entscheiden am Ende darüber, wer sein Ziel erreicht.
Also: Kopf hoch, weitermachen und den langfristigen Trend betrachten. Ein Stillstand auf der Waage bedeutet noch lange keinen Stillstand im Körper.