2
Wissen & Guides Sicherheit

Doping im Profisport // Wissen und erfahrungen von K. // Heute: MOTS-C

von kh_donkRang 4 — KuratorKuratorvor 3 Std.20 Aufrufe

Ich bin selbst seit Jahren im Profisport unterwegs und was ich in meinem Umfeld in letzter Zeit beobachte würd ich euch gerne näher bringen. Früher war das große Thema EPO, Wachstumshormon, klassische Steroide – Substanzen, bei denen jeder wusste: Wird man erwischt, ist die Karriere vorbei. Inzwischen hat sich das verschoben. Immer mehr Leute aus meinem Umfeld (und auch ich) sind auf Peptide umgestiegen, MOTS-c wird dabei auffällig oft genannt und benutzt.

Was ist MOTS-c überhaupt? MOTS-c ist ein sogenanntes mitochondrial-derived peptide – ein körpereigenes Mikropeptid, das erst vor einigen Jahren wissenschaftlich beschrieben wurde. Es wird mit verbesserter Stoffwechseleffizienz, Insulinsensitivität und Ausdauerleistung in Verbindung gebracht. Genau diese Eigenschaften machen es für Ausdauersportler natürlich interessant – und genau deshalb steht es seit einiger Zeit auf der WADA-Verbotsliste (Kategorie S0, nicht zugelassene Substanzen).

Warum gerade jetzt der Umstieg auf Peptide? Aus Gesprächen im Umfeld höre ich immer wieder dasselbe Argument: Klassische Dopingmittel sind gut erforscht, die Nachweisverfahren dafür sind etabliert und die Labore haben jahrzehntelange Erfahrung. Bei neueren Peptiden wie MOTS-c ist das anders. Die Substanz ist noch relativ neu, körpereigen (was die Abgrenzung zu natürlichen Werten erschwert) und die Referenzbereiche für “normale” Konzentrationen sind wissenschaftlich noch nicht so sauber definiert wie bei etablierten Biomarkern.

Wie sieht es mit der Nachweisbarkeit tatsächlich aus? Das ist der Punkt, an dem ich ehrlich sein muss: Nur weil ein Nachweisverfahren neu oder noch nicht flächendeckend etabliert ist, heißt das nicht, dass es nicht existiert oder nie kommt. Anti-Doping-Agenturen wie die WADA arbeiten mit einem Long-Term-Storage-Prinzip – Proben werden bis zu zehn Jahre aufbewahrt und bei neuen Analysemethoden rückwirkend nachgetestet. Wer heute auf eine vermeintliche Nachweislücke setzt, geht also ein Risiko ein, das erst Jahre später sichtbar wird. Das haben in der Vergangenheit schon einige gemerkt, deren alte Proben Jahre später positiv nachgetestet wurden.

Heißt ea ist immer noch ein Gabling im Profisport, ob man erwischt wird oder nicht. ☺️ Was ich euch aber sagen kann, ca 50-70% sind auf irgendwelchen Peptiden und die Sache wird aich noch erhöhen, sowoe auch die Nachweisverfahren.

Bewerten
2

Antwort schreiben

Melde dich an, um mitzuschreiben.Einloggen
0 Kommentare

Noch keine Antworten.

Sei die oder der Erste, die hier etwas Hilfreiches beiträgt.