Underratestes Hunger / Food Noise Peptide (cagrilintide)
Cagrilintide - meiner meinung nach sehr underrated, warum es bei Hunger und Food Noise so interessant ist
Cagrilintide ist ein langwirksames Amylin-Analogon und unterscheidet sich damit grundlegend von klassischen GLP-1-Wirkstoffen wie Semaglutid oder den dualen Wirkstoffen wie Tirzepatid.
Der interessante Punkt bei Cagrilintide ist vor allem die Appetit- und Sättigungsregulation.
Amylin wird normalerweise zusammen mit Insulin von den Betazellen der Bauchspeicheldrüse ausgeschüttet. Es ist unter anderem daran beteiligt, das Sättigungsgefühl zu regulieren, die Magenentleerung zu verlangsamen und die Nahrungsaufnahme zu reduzieren.
Cagrilintide versucht, diesen Signalweg länger und stärker zu aktivieren.
Was macht Cagrilintide beim Hunger?
Der Effekt wird häufig nicht einfach als „kein Hunger mehr“ beschrieben. Interessanter ist die Veränderung des gesamten Essverhaltens.
Theoretisch bzw. in klinischen Untersuchungen kann sich das beispielsweise durch folgende Effekte zeigen:
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schnelleres Erreichen eines Sättigungsgefühls
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kleinere Mahlzeiten
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längere Sättigungsdauer
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weniger Interesse an ständigem Snacken
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weniger ausgeprägtes Verlangen nach großen Mahlzeiten
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reduzierte Energieaufnahme
Der Unterschied zu einem reinen GLP-1-Ansatz ist dabei der Wirkmechanismus. Cagrilintide spricht primär das Amylin-System an
Warum ist die Kombination mit GLP-1 so interessant?
Ein GLP-1-Wirkstoff und Cagrilintide greifen an unterschiedlichen Signalwegen der Appetitregulation an.
Vereinfacht gesagt:
GLP-1 → Sättigung, Appetit, Magenentleerung
Amylin → Sättigung, Nahrungsaufnahme, Magenentleerung
Dadurch entstand die Idee, beide peptide zu kombinieren.
Ein bekanntes Forschungsbeispiel ist CagriSema, eine Kombination aus Cagrilintide und Semaglutid. Dabei wird untersucht, ob die beiden unterschiedlichen Mechanismen gemeinsam eine stärkere Wirkung auf Körpergewicht und Appetit erzeugen können.