Schulung & Erfahrungsbericht: Von 143.8 kg auf 89 kg mit Reta Ohne Sport & warum viele scheitern
Hey zusammen,
ich sehe hier extrem viele Beiträge von Leuten, die ein völlig falsches Bild von Reta haben, falsch essen und sich am Ende wundern, warum das Gewicht stagniert. Ich wollte deshalb mal meine eigenen Erfahrungen teilen und ein paar wichtige Learnings mitgeben, die mir auf meinem Weg extrem geholfen haben.
Ich habe am 9. März angefangen, wir haben den Tag intern „Breaking Fat“ genannt. Mein Startgewicht lag bei 143.8 kg, heute stehe ich bei 89 kg. Und das Ganze übrigens komplett ohne Sport. Ich fange erst jetzt im Oktober mit dem Training an. Das zeigt einfach, wie mächtig der Hebel über die Ernährung ist, wenn man das System dahinter versteht.
Wie ich dosiert habe: Ich bin am Anfang relativ zügig hochgegangen, jeweils zwei Wochen auf 2 mg, zwei Wochen auf 3 mg und zwei Wochen auf 4 mg. Bei den 4 mg gab es bei mir dann den ersten richtigen Aha-Moment: Das nächtliche Binge Eating war von heute auf morgen weg und dieser dauerhafte Food Noise im Kopf hat einfach aufgehört. Danach bin ich auf 6 mg hoch und bis Juli konstant darauf geblieben. Auf den 6 mg habe ich auch den absoluten Großteil meines Gewichts verloren. Wenn es rein ums Abnehmen geht, reichen 6 mg vollkommen aus. Ich bin danach eigentlich nur auf 10 gegangen, weil es mir nicht mehr ums Gewicht ging, sondern darum, die Fettleber und die letzten Reste der Insulinresistenz zu brechen.
Der Woosh-Effekt & Stagnationen: Glaubt nicht, dass der Weg schnurgerade nach unten geht. Ich hatte selber heftige Stagnationen, einmal mitten in den 20ern, mitten in den 10ern und mein Körper wollte gefühlt ewig nicht unter die 100-kg-Marke. Da musst du mental ruhig bleiben und den Woosh-Effekt verstehen: Wenn Fett abgebaut wird, füllt sich die Fettzelle oft erst mal temporär mit Wasser. Du verlierst also Fett, aber die Waage steht still. Irgendwann lässt der Körper das Wasser auf einen Schlag los und das Gewicht fällt sprunghaft. Genau deshalb sind Hydration und die richtigen Mineralstoffe extrem wichtig, damit der Körper das Wasser überhaupt sauber regulieren und abgeben kann.
Die typischen Fehler, die fast alle bei Reta machen:
- Zu wenig Eiweiß & Falsche Carbs: Fett verbrennt im Feuer der Kohlenhydrate aber du musst die richtigen essen. Wer den glykämischen Index ignoriert, schießt sich selbst ins Knie. Und wer unter Reta sein Eiweißziel nicht erreicht, baut wertvolle Muskelmasse ab und ruiniert sich den Grundumsatz.
- Mikronährstoffe vernachlässigen: Wenn der Mineralstoff- und Vitaminspiegel im Keller ist, läuft der Stoffwechsel auf Sparflamme. Dann stagniert man viel schneller und wundert sich, warum nichts mehr geht.
- Panik bei Stagnation & Dosis sinnloses Hochtreiben: Viele verwechseln eine Wassereinlagerung (Woosh-Effekt) mit einem Wirkungsverlust und erhöhen sofort die Dosis, anstatt erst mal Schlaf, Hydration und Salze zu checken.
- Glauben, man müsse hungern: Reta drückt den Hunger weg, aber wenn du gar nichts mehr isst, bricht dein System irgendwann zusammen. Du musst dem Körper gezielt Baustoffe liefern, auch wenn du keinen Appetit hast. Reta ist ein unfassbares Werkzeug, aber es nimmt dir das Mitdenken bei der Ernährung nicht ab. Wer es richtig anwendet, erzielt damit Ergebnisse, die man früher nicht für möglich gehalten hätte.
Wenn ihr Fragen zu den Phasen, den Hürden oder den Nährstoffen habt, haut sie gerne raus!