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Studienlage bei Frauen

Dieselben 17 Substanzen wie im Lexikon, sortiert nach einer einzigen Frage: Wer wurde eigentlich untersucht?

Die Antwort ist ernüchternd, und genau deshalb steht sie hier: Bei 2 von 17 wurde ausdrücklich an Frauen geprüft, bei 4 gibt es überhaupt keine Daten am Menschen. Dazwischen liegt eine Gruppe, bei der Studien existieren — nur hat niemand aufgeschrieben, wer daran teilgenommen hat.

„An Frauen untersucht“ heisst nicht „für Frauen geeignet“. Diese Seite ordnet die Datenlage, sie empfiehlt nichts und rät von nichts ab. Sie sagt nur, worauf eine Aussage überhaupt beruht — und bei den meisten Substanzen hier beruht sie auf sehr wenig.

Wichtiger Hinweis
  • Reine Bildung & Information — keine medizinische, pharmazeutische oder rechtliche Beratung.
  • Keine Anwendungs-, Dosier- oder Beschaffungsanleitung. Studienangaben beschreiben, was untersucht wurde.
  • Anwendung oder Nachmachen = ausschließlich eigenes Risiko. Keine Haftung für darauf gestützte Entscheidungen.
  • Die meisten Peptide sind in Deutschland/der EU nicht als Arzneimittel zugelassen. Nur für Erwachsene (18+).

Vollständig im Disclaimer und Regelwerk.

Ausdrücklich an Frauen untersucht

2 von 17

Es gibt Studien, deren Teilnehmerinnen Frauen waren — die Aussagen gelten also für sie und nicht nur sinngemäss.

  • GHK-CuKosmetik / topisch

    Die klinischen Daten sind topisch und stammen aus Gesichtsstudien an Frauen — die meistzitierte lief über zwölf Wochen an rund 71 Frauen. ⛔ Für die Injektion gibt es sie nicht, weder bei Frauen noch bei Männern.

    Belege stehen im Profil.

  • PT-141Zugelassene Medikamente

    Die einzige Substanz im Lexikon, die ausschliesslich an Frauen geprüft wurde: In der Zulassungsstudie Study 301 waren 643 Teilnehmerinnen und null Männer, alle prämenopausal. ⚠️ Für postmenopausale Frauen ist genau das der Grund, warum es dort keine belastbare Aussage gibt.

    Beleg: ClinicalTrials.gov NCT02333071 — Baseline: 643 weiblich / 0 männlich

Frauen waren in den Hauptstudien dabei

4 von 17

Keine eigene Frauenstudie, aber Frauen stellten einen nennenswerten Teil der Teilnehmenden — teils die Mehrheit.

Die Humandaten stammen von Männern

3 von 17

Es gibt Studien am Menschen, aber sie wurden ganz oder überwiegend an Männern durchgeführt. Übertragen wird hier gehofft, nicht gemessen.

  • BPC-157Gehyped — dünne Datenlage

    Die einzige veröffentlichte Phase-1-Studie zu Sicherheit und Pharmakokinetik lief an gesunden männlichen Freiwilligen. Was danach kam, sind Fallserien — eine Dosis- oder Sicherheitsgrundlage für Frauen gibt es nicht.

    Belege stehen im Profil.

  • NAD+Forschung / Pipeline

    Der Pharmakokinetik-Pilot zur Infusion hatte elf Teilnehmer — allesamt Männer („Eleven male participants aged 30–55 years“). Für Frauen existiert zur intravenösen Gabe keine eigene Datengrundlage.

    Beleg: Grant R. et al., Front. Aging Neurosci. 2019 — Teilnehmerbeschreibung

  • TesamorelinZugelassene Medikamente

    Die Zulassungsstudie umfasste 412 Personen, davon 86 % Männer — wörtlich „412 patients with HIV (86 % of whom were men)“. Zugelassen ist es für beide Geschlechter, belegt ist es überwiegend an Männern.

    Beleg: Falutz J. et al., N Engl J Med 2007;357(23):2359–70 (PMID 18057338)

Humandaten ja, Geschlecht unbekannt

4 von 17

Es gibt Studien am Menschen, aber niemand hat veröffentlicht, wer daran teilgenommen hat. Das ist kein Detail: Ohne diese Angabe lässt sich nicht sagen, für wen das Ergebnis gilt.

Gar keine Humandaten

4 von 17

Es gibt keine Studien am Menschen — damit auch keine für Frauen. Alles, was dazu erzählt wird, stammt aus Tierversuchen, Zellkulturen oder Erfahrungsberichten.

  • GLOW (Blend)Gehyped — dünne Datenlage

    Ein Blend ohne jede Humanstudie — es gibt für diese Mischung keine Daten, weder für Frauen noch für Männer. Auch die Einzelbestandteile sind am Menschen kaum untersucht.

    Belege stehen im Profil.

  • KLOWGehyped — dünne Datenlage

    Ein Blend ohne jede Humanstudie — es gibt für diese Mischung keine Daten, weder für Frauen noch für Männer. Auch die Einzelbestandteile sind am Menschen kaum untersucht.

    Belege stehen im Profil.

  • Melanotan I & IIGehyped — dünne Datenlage

    Für Melanotan II gibt es keine Zulassungsstudie und damit auch keine Daten zu Frauen — die veröffentlichte Humanevidenz besteht aus Einzelfallberichten, darunter ein Melanom bei einer 20-jährigen Frau. Zugelassen ist nur Afamelanotid, und zwar für eine seltene Lichtkrankheit, nicht fürs Bräunen.

    Beleg: Hjuler K. F., Lorentzen H. F., Dermatology 2014;228(1):34–6 (PMID 24355990)

  • SLU-PP-332Forschung / Pipeline

    Rein präklinisch — null Humandaten, also auch keine für Frauen. Was in Mäusen passiert, sagt über den weiblichen Zyklus, Schwangerschaft oder Wechseljahre nichts.

    Belege stehen im Profil.